Der Handball-Verbandsligist feierte gegen den Tabellendritten TG Osthofen II einen unerwartet hohen 40:20-Erfolg.


SPRENDLINGEN - Was für ein Start aus der Winterpause. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Zotzenheim/St. Johann/ Sprendlingen haben den Tabellendritten TG Osthofen II mit sage und schreibe 40:20 (16:11) aus der Sprendlinger Halle gefegt. „Das war von uns nahezu perfekt“, freute sich HSG-Co-Trainer Matthias Faust über den in dieser Höhe nicht für möglich gehaltenen Erfolg.
Ausschlaggebend für den Kantersieg waren vor allem zwei Aspekte. Zum einen stand die Abwehr um den aus einer Verletzung zurückgekehrten Stabilitätsfaktor Nils Mildeberger bombensicher. Zum anderen waren die Gastgeber gegen die erwartete offensive 4-2-Deckung der Osthofener viel in Bewegung. Zudem nahmen die „Zotzis“ den TG-Spielmacher Pit Weißbach in Manndeckung, sodass den Gästen, die zudem Probleme mit dem Harzverbot hatten, spielerisch nicht mehr allzu viel einfiel. Darüber hinaus haderten die TG-Spieler mit den Entscheidungen des Schiedsrichters, was dieser entsprechend sanktionierte. So bekam Osthofen fünf Zeitstrafen, die HSG nur eine.
So entwickelte sich in der Summe eine Partie, in der es schon recht früh in Richtung der Gastgeber lief. Zwischendurch lag die HSG 12:5 (21.) vorn. Die Osthofener konnten bis zur Pause den Rückstand auf fünf Tore verkürzen, ehe sie ab dem 19:14 (38.) den Knockout bekamen. Ein Neun-Tore-Lauf bis zum 28:14 (46.) sorgte für klare Verhältnisse. „In dieser Phase waren wir sehr stabil und sind im Gegenstoß zu einfachen Toren gekommen“, schildert Matthias Faust. Die HSG spielte die Partie konsequent zu Ende und schraubte das Resultat in die Höhe.
„Von dem Ergebnis können wir jetzt ein paar Wochen zehren“, sagt der HSG-Co-Trainer, der allerdings gleichzeitig darauf verweist, dass sein Team immer noch Vorletzter sei. „Es war ein sehr wichtiger Start in die Rückrunde. Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen und schon gar nicht abheben“, warnt Matthias Faust.
Tore HSG Zotzenheim/St. Johann/Sprendlingen: A. Bergmann (1), Schröter (4), Schwab (8/1), Petry (9/3), Ch. Faust (4), Margies (5), Schneider (1), Mildeberger (3), Knura (5).


Quelle: Allgemeine Zeitung Von Volker Buch
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